Grundlagen der Fotografie – Teil 3: Die Lichtempfindlichkeit


Offensichtlich habe ich es ein bisschen verschlafen, jene Grundlagenserie fortzuführen. Also dann:

Neben der Verschlusszeit und der Blende spielt bei der Belichtung eines Motivs auch die Lichtempfindlichkeit eine tragende Rolle. Generell kann man sagen, dass das die drei grundlegenden Parameter für die passende Belichtung sind. Die ISO-Werte entsprechen den beim Film (Stichwort: analoge Fotokameras) üblichen ASA und DIN-Werten zur Lichtempfindlichkeit.

Es gilt folgendes Prinzip: Je höher der eingestellte ISO-Wert desto lichtempfindlicher ist der digitale Sensor. Stellen wir also den ISO-Wert auf “100″ ein, wird aufgrund der geringen Empfindlichkeit doppelt soviel Licht am Bildsensor benötigt, um den ISO -Wert “200″ bei gleicher Blende und Verschlusszeit zu entsprechen.
Je niedriger also die ISO-Empfindlichkeit ist, desto mehr Licht muss auf den Sensor eintreffen, um ein gutes Bild zu machen. Dadurch wird klar, dass für Tagesaufnahmen (vor allem bei Sonnenlicht) weit weniger hohe ISO-Werte erforderlich sind als in der Nacht. Bei hohen ISO-Werten muss man auch allerdings damit rechnen, dass das “Bildrauschen” stärker sichtbar wird. Stieg beim Film mit der Lichtempfindlichkeit die Körnung im Bild, steigt bei digitalen Bildern das Bildrauschen, was soviel bedeutet wie, dass einzelne Pixel in den Farben und der Helligkeit variieren. In der Zwischenzeit gibt es allerdings Fotokameras mit sehr rauscharmen Bildsensoren zu kaufen, sodass das Bildrauschen eine weniger große Rolle spielt. Außerdem gibt es ja Photoshop oder auch andere sehr gute Programme, mit welchen man solche Störfaktoren eliminieren kann.

Um dieses “Bildrauschen” optisch nachvollziehbar zu machen, gibt es hier ein nettes Vergleichsfoto. Auf der linken Seite sieht man das Bild inklusive Bildrauschen und auf der rechten Seiten die passende Nachbearbeitung ohne jenem Rauscheffekt:

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