Der neue JPEG 9 Standard: Komprimieren ohne Bildqualität zu verlieren?


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Meinungen zum JPEG-Format gingen bis dato weit auseinander. Anfänger schätzten die Kompaktheit der Dateien und die Tatsache, dass sie schon „entwickelt“ sind und direkt gedruckt werden können. Anspruchsvolle Fotografen hingegen mochten die begrenzten Bearbeitungsmöglichkeiten nicht. So ist es bei einem JPEG-Foto sehr schwer den Weißabgleich im Nachhinein zu ändern, aufgrund der 8-Bitigkeit und der recht hohen Kompressionsrate kann extensiver EBV-Einsatz zuPosterisation (engl. Banding) und anderen Artefakten führen. Daher war es oft nötig direkt RAW zu schießen bzw. RAW und JPEG, um einen „Referenzwert“ zu haben. Mit seiner verlustfreien Kompression verspricht der neue JPEG 9 Standard den anspruchsvollen Fotografen das Leben etwas leichter zu machen.

JPEG_9

Quelle: Independent JPEG Group

Wie weit diese Erleichterung in der Praxis greifen wird, können nur die Kamera-Hersteller genau sagen. Von diesen wird es abhängen, ob die neue verlustfreie Kompression auch zum Einsatz kommen wird. Ich könnte mich auch irren, ich gehe aber davon aus, dass die aktuellen Kamera internen JPEG-Engines (wie das bei spezialisierter Hardware üblich ist – um Strom zu sparen) Dateien im losless Format nicht erstellen können. Wünschenswert wäre es. Wünschenswert wären auch mehr Bit pro Farbkanal…

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