Ist die noble Idee hinter Creative Commons zu naiv?


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Als der Fotograf Kevin Collins 2008 sein Foto einer Großen Leopardenmotte auf Flickr und Wikipedia unter einer Creative Commons Lizenz hochlud, hatte er wahrscheinlich etwas anders im Sinn, als einem Fotodieb zum ersten Preis einesFotowettbewerbs zu verhelfen. Der junge Franzose, Romain Eloy, croppte das Foto, spiegelte es seitlich und machte die kreisförmigen Flecken des Insekts mittels EBV rechteckig. Das Ergebnis reichte er beim “Check-Mate” (daher auch der letzte Bearbeitungsschritt) Wettbewerb von Minispace.com ein und gewann anschließend einen Macbook Pro.

Collins

Oben das Foto von Kevin Collins, unten die von Romain Eloy bearbeitete Version

Zunächst war die offizielle Stellung der Juroren, das Foto sei ausreichend bearbeitet worden um ein eigenständiges Werk darzustellen. Und das obwohl in den Wettbewerbsrichtlinien Folgendes stand: “Your submission must be 100% original work.”. Nach den Artikeln von PetaPixel und Popphoto disqualifizierte MiniSpace das Foto.

Der öffentliche Druck scheint also auch bei Unternehmen, die es mit dem Urheberrecht nicht so ernst nehmen, Wirkung zu zeigen. Ich frage mich aber wie es aussehen würde, wenn der Geschädigte ein völliger No-Name wäre? Ist das Konzept hinter den Creative Commons nicht zu naiv für unsere Welt? Habt ihr je ein Foto unter CC-Lizenz veröffentlicht?

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