Immer größere Sensoren in immer kleineren Gehäusen…


english_language

Beim Lesen der News von der Photokina ist mir eines bewusst geworden: „groß in klein“ scheint der neuste Trend zu sein. High-End Kompaktkameras sind kein neue Erscheinung, sie waren in der analogen Ära sehr beliebt und sind vor wenigen Jahren wieder in Mode gekommen. Im Zeitalter der digitalen Fotografie sind wir aber mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem alle Hersteller versuchen sich gegenseitig zu überbieten, indem sie immer größere Sensoren in die kleinen bis winzigen Gehäuse reinquetschen. Eine gewisse Analogie zu „Megapixel wars“ ist nicht zu übersehen. Als die Sony RX100 mit dem für Hosentaschenkameraverhältnisse „riesigen“ 1“ Sensor erschienen ist, wurde sie gefeiert. Die dritte Generation der Kamera ist bereits seit einiger Zeit verfügbar, setzt zwar immer noch auf den 1“ Sensor, dieser wird aber von einem i.V. zu den Vorgängern lichtstärkeren f/1.8-2.8 Objektiv mit noch mehr Licht gefüttert. Nach der erfolgreichen Ur-RX100 ist selbstverständlich auch Canon auf den Zug aufgesprungen, das Ergebnis waren aber Kompaktkameras, die bestenfalls Cargo-Pants kompatibel waren. Es sind aber nicht die G1Xen oder die noch nicht erhältliche G7X, die mich auf dieses Thema bringen, sondern zwei aktuelle großsensorige Winzlinge aus dem Hause Panasonic.

Panasonic_LX100

Bildquelle: Panasonic

Die LX100 als Kompakte mit 4/3 Sensor und sehr lichtstarkem Zoom und das CM1 Smartphone mit 1“ Sensor und f/2.8 Festbrennweite legen die Messlatte wieder ein gutes Stück höher.

Nun aber zum meinem Dilemma: falls es möglich ist dermaßen lichtstarke und brauchbar abbildende Objektive, die 1“ und mFT Sensoren ausleuchten können, so kompakt zu bauen, wieso werden keine vergleichbaren Optiken für die m4/3 und Nikon 1/Samsung mini Systeme angeboten? Schaut man sich die 12-Xmm f/2.8 (24-70 Äquivalent) für m4/3 an, stellt man fest dass das dicke Brocken sind. Das „24-75mm“ f/1.7-2.8 der LX100 ist im Vergleich ein Zwerg. Ähnlich fällt der Vergleich des N1 10mm f/2.8 mit der CM1-Linse aus.

Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte einfach mal dass es nicht möglich ist gute Objektive so klein zu bauen, und das Rechnungen dieser Kompaktkamera-Objektive mit abbildungsmäßigen Kompromissen verbunden sein müssen, die sich keine Wechseloptik erlauben kann, weil sie sonst wie Blei in den Regalen liegen bleiben würde. Was wir Fotografen bräuchten ist eine Fotoseite wie photozone.de, die Objektive dieser Kompakten untereinander und mit ähnlichen Objektiven für Systemkameras vergleichen würde.

  1. Erstmal ist es nicht möglich, die grundlegenden Gesetze der Physik verbieten das und ich denke wir hätten es mitbekommen, wenn die Optiker von Panasonic die gebrochen hätten 😉

    Bereits die Leistung der mFT Objektive ist weit weg von „Hervorragend“ und Glas ist Glas. Das Licht muss durch das Glas durch und wird durch das Glas verändert.

    Nur weil der Sensor und das Glas kleiner werden, wird das Glas nicht automatisch hochwertiger, im gegenteil. Der Negative Einfluss des Glas als Medium welches das Licht bearbeitet, wird größer, umso kleiner das Ergebnis ist das hinten aus dem Objektiv raus kommt.

    Das Objektiv ist nunmal Materie, die Licht wellen müssen durch das Glas durch und werden durch das Glas beeinflusst und verbogen. Umso kleiner Sensor/Objektiv, umso größer wirken sich diese Beeinflussungen aus.

    Du kannst allerdings wieder viel gut machen, indem du weniger Korrekturlinsen benutzt und weniger Lichtstärke und einfach die Elektronik drüber bügeln lässt. Das ist im Endeffekt was mFT macht und die ganzen Kompakten.

    Ich hab die RX100 schon getestet, mehrmals, und habe das Objektiv als definitiv Kacke empfunden. Nur bei einer Brennweite und einer bestimmten Blende hat es im Zentrum brauchbare Ergebnisse geliefert, und da klebte immerhin ein Dickes Zeiss Logo drauf.

    Aber Lirum Larum, irgendwas müssen die Erfinden. So langsam hat auch der letzte bermerkt das ein 50x Optischer Zoom und 24 Megapixel Sensor in einer 300g Kompaktkamera am ende trotzdem scheiß ergenisse liefert.

    Wir sind an der absoluten Grenze der Ertragbaren Bildqualität bei Kompaktkameras angelangt, es gibt niemanden mehr der sich traut aus Marketing gründen die Kameras noch weiter zu schänden, außerdem hat inzwischen jeder schon so ne kack Kamera oder will keine weil er ein Smarthpone hat, wozu also noch weiter verschlechtern?

    Es gibt nur einen logischen Weg, zurück zur Qualität. Da sich die meisten Leute aber nicht für Qualität interessieren, man aber mehr bzw. zum. das gleiche Geld wie vorher raus holen will, noch ein paar Retro Designs oder sonst was dazu und das ding einfach 3x so teuer machen wie es wert ist.

    Das ist die Zeit in der wir leben. Inzwischen haben Smartphones 1/2,3″ Sensoren mit Zeiss oder ähnlichen Objektiven, Kompaktkameras braucht heute wirklich kein Mensch mehr…. fast!

    Es gibt nämlich Leute die sich nicht gern verarschen lassen, die keine 1000 € für eine bisschen aufgemotzte Kompaktkamera zahlen wollen. Und für solche Leute gibts ja dann die DP-Serie von Sigma, da bekommt man dann 100% echte Bildqualität auf professionellem Niveau in einem, dafür, kompakten Gehäuse.

    Die DP-Serie ist, vor allem was das Objektiv angeht, für mich die einzige ernst zu nehmende Kompaktkkamera, neben der RX1 die gnadenlos überteuert ist und weder an die DP2M noch dp2q ran kommt (zum. in meinen Tests)

    Antwort

    1. Erstmal ist es nicht möglich, die grundlegenden Gesetze der Physik verbieten das und ich denke wir hätten es mitbekommen, wenn die Optiker von Panasonic die gebrochen hätten 😉

      Bereits die Leistung der mFT Objektive ist weit weg von “Hervorragend” und Glas ist Glas. Das Licht muss durch das Glas durch und wird durch das Glas verändert.

      Nur weil der Sensor und das Glas kleiner werden, wird das Glas nicht automatisch hochwertiger, im gegenteil. Der Negative Einfluss des Glas als Medium welches das Licht bearbeitet, wird größer, umso kleiner das Ergebnis ist das hinten aus dem Objektiv raus kommt.

      Das Objektiv ist nunmal Materie, die Licht wellen müssen durch das Glas durch und werden durch das Glas beeinflusst und verbogen. Umso kleiner Sensor/Objektiv, umso größer wirken sich diese Beeinflussungen aus.

      Du kannst allerdings wieder viel gut machen, indem du weniger Korrekturlinsen benutzt und weniger Lichtstärke und einfach die Elektronik drüber bügeln lässt. Das ist im Endeffekt was mFT macht und die ganzen Kompakten.

      Mir ist bekannt das du mFT nicht magst, aber nicht alle Objektiv für das System sind schlecht. Früher habe ich das 75/1.8 als Beispiel angeführt, welches Photozone für ein gutes Objektiv hält. Ob das P/L-Verhältnis stimmig ist, ist wieder eine andere Sache.

      Ich hab die RX100 schon getestet, mehrmals, und habe das Objektiv als definitiv Kacke empfunden. Nur bei einer Brennweite und einer bestimmten Blende hat es im Zentrum brauchbare Ergebnisse geliefert, und da klebte immerhin ein Dickes Zeiss Logo drauf.

      Aber Lirum Larum, irgendwas müssen die Erfinden. So langsam hat auch der letzte bermerkt das ein 50x Optischer Zoom und 24 Megapixel Sensor in einer 300g Kompaktkamera am ende trotzdem scheiß ergenisse liefert.

      Wir sind an der absoluten Grenze der Ertragbaren Bildqualität bei Kompaktkameras angelangt, es gibt niemanden mehr der sich traut aus Marketing gründen die Kameras noch weiter zu schänden, außerdem hat inzwischen jeder schon so ne kack Kamera oder will keine weil er ein Smarthpone hat, wozu also noch weiter verschlechtern?

      Wobei die meisten Leute ein low-end Smartphone haben, und eben nicht die teuren iPhones, Galaxys und Xperias, die vllt nocht brauchbare Ergebnisse liefern. Die low-end Smartphones sind den Kompakten sicherlich nicht ebenbürtig. Auch den Zoooooooom-Kompakten nicht.

      Es gibt nur einen logischen Weg, zurück zur Qualität. Da sich die meisten Leute aber nicht für Qualität interessieren, man aber mehr bzw. zum. das gleiche Geld wie vorher raus holen will, noch ein paar Retro Designs oder sonst was dazu und das ding einfach 3x so teuer machen wie es wert ist.

      Es ist schwer zu sagen ob Kompaktkameras mit Sensoren >= 1″ und lichtstarken Objektiven wirklich überteuert sind. Schließlich ist Miniaturisierung überall sehr kostenintensiv, nicht nur in der Fotoindustrie.

      Das ist die Zeit in der wir leben. Inzwischen haben Smartphones 1/2,3″ Sensoren mit Zeiss oder ähnlichen Objektiven, Kompaktkameras braucht heute wirklich kein Mensch mehr…. fast!

      Zeiss ist nur ein Label. Ob da „Zeiss“ drin ist, wage ich zu bezweifeln.

      Es gibt nämlich Leute die sich nicht gern verarschen lassen, die keine 1000 € für eine bisschen aufgemotzte Kompaktkamera zahlen wollen. Und für solche Leute gibts ja dann die DP-Serie von Sigma, da bekommt man dann 100% echte Bildqualität auf professionellem Niveau in einem, dafür, kompakten Gehäuse.

      Das sehe ich auch so, sonst hätte ich die DPs nicht. Ich würde aber lügen, wenn ich behaupten würde, das ich statt den f/2.8 Objektiven nicht lieber f/2 oder f/1.4 Objektive hätte. Nur, wenn diese zu groß oder klein aber BQ-mäßig schlecht wären, wozu dann?

      Die DP-Serie ist, vor allem was das Objektiv angeht, für mich die einzige ernst zu nehmende Kompaktkkamera, neben der RX1 die gnadenlos überteuert ist und weder an die DP2M noch dp2q ran kommt (zum. in meinen Tests)

      Du hast also die RX1 mit den DPs verglichen?

      Antwort

      1. Das 75/1.8 für mFT ist ein Paradebeispiel das selbst hochwertigste Festbrennweiten keine Chance haben. Ich führe das immer wieder gerne als Beispiel für die Nachteile von mFT an, vor allem da die offiziellen MTF vom Hersteller eindeutig zeigen dass das Objektiv, trotz seiner exzellenz, mit mFT überfordert ist.

      2. Das 75/1.8 für mFT ist ein Paradebeispiel das selbst hochwertigste Festbrennweiten keine Chance haben. Ich führe das immer wieder gerne als Beispiel für die Nachteile von mFT an, vor allem da die offiziellen MTF vom Hersteller eindeutig zeigen dass das Objektiv, trotz seiner exzellenz, mit mFT überfordert ist.

        Wenn man sich Bilder, die mit den besten FBW für mFT gemacht wurden, in der 100% Ansicht anschaut, so stellt man fest, dass die Abbildungsleistung für Bayer-Systeme recht gut ist. Wenn man z.B. das Panas 25/1.4 vor dem 16MP Sensor mit beispielsweise dem Nikon 35/1.8 vor dem 24MP APSC-Sensor vergleicht, so kann man kaum Unterschiede erkennen. Einen wirklich Unterschied sehe ich erst mit einer D800 und dem 50/.14 Art davor oder mit der DP2M bzw Q.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: