Lautes Notebook unter Last? Mit ‚ThrottleStop‘ lassen sich Stromverbrauch und Lautstärke verringern.


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Obwohl ich einen Desktop-Rechner habe, nutze ich, aus Bequemlichkeitsgründen, auch zuhause immer öfter mein Notebook. Vor einigen Tagen ist mir allerdings aufgefallen, dass der Lüfter – wahrscheinlich wegen den im Sommer deutlich höheren Temperaturen – sehr oft anspringt. Nervig ist das vor allem dann, wenn man 1080p oder 4k Videos schaut oder sich auf eine Aufgabe, wie das Bearbeiten von Fotos, konzentriert.

Um den Lüfter dazu zu überreden nicht bei jeder Kleinigkeit sofort anzuspringen, muss man die Spannung, und damit auch den Verbrauch und die Wärmeentwicklung, verringern. Eine kurze Recherche ergab, dass für das Undervolting von aktuellen Intel-Prozessoren zwei Programme in Frage kommen: das XTU-Tool von Intel und „ThrottleStop“. Da diversen Erfahrungsberichten zufolge das XTU-Tool zu viel Leistung verschlingt – wodurch der Prozessor daran gehindert wird in den Leerlauf-Modus zu wechseln und der Verbrauch somit noch höher ausfällt – habe ich mich entschieden „ThrottleStop“ auszuprobieren.

ThrottleStop

Offset

Wie ihr oben auf dem zweiten Screenshot sehen könnt, konnte ich nach gründlichem Testen die Spannung meines i5-4200U sehr weit senken. Der Verbrauch und die Temperatur verringerten sich unter Last um 2,5W (von ~20 auf ~17,5W) bzw. um 5°C. Bei der täglichen Nutzung springt der Lüfter nun so gut wie nie an. Auch während der Stapelverarbeitung in SPP wechselt er nicht gleich, so wie früher, auf die höchste Geschwindigkeitsstufe. Er springt zwar an, dreht aber mit niedrigster Geschwindigkeit und bleibt so angenehm leise. 🙂

Ihr solltet jedoch Vorsicht walten lassen, falls ihr ebenfalls den nervigen Lüfter bändigen und die Akkulaufzeit ein bisschen verlängern möchtet. Die Spannung gleich um 100 mV zu verringern, ist keine so gute Idee. Eher sollte man sie in 5-mV-Schritten senken und danach das Notebook gründlich auf Stabilität testen. Dazu eignen sich Benchmark-Programme wie prime95, die den Prozessor so richtig ins Schwitzen bringen. Außerdem sollte man das Notebook etwas länger ganz normal benutzen, um sicherzustellen dass es auch unter Teillast und im Leerlauf stabil bleibt. Dies mag zunächst unlogisch erscheinen, ergibt jedoch Sinn, wenn man bedenkt, dass Low-Power-Prozessoren den Takt und die Spannung automatisch an die Auslastung anpassen, man aber in „ThrottleStop“ nur einen einzelnen s.g. „Offset“-Wert einstellen kann, der die Spannung bei jedem Takt um den gleichen absoluten Wert verringert. Aus diesem Grund kann es durchaus vorkommen, dass das Gerät unter Last stabil läuft, jedoch sofort einfriert, sobald der Prozessor nichts zu tun hat und sich herunter taktet. Falls dem Prozessor die niedrigere Spannung nicht „schmeckt“ und sich das Notebook in Folge dessen „aufhängt“, solltet ihr einen Neustart durchführen und die Spannung um 10 bis 15 mV wieder anheben.

Unerwähnt darf natürlich nicht bleiben, dass Undervolting, genau wie Overclocking, die Hardware beschädigen kann. Verringerung der Spannung geschieht auf eigene Gefahr. Ich übernehme keine Haftung für eventuell anfallende Schäden.

  1. […] Gleich am Abend schaute ich mir den „todeskranken Rechenknecht“ an. Ich installierte ThrottleStop um die Temperatur auszulesen und mit dem integrierten CPU-Benchmark den Prozessor ins Schwitzen zu […]

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