SPP 6.3 vs X3F Tools (Kalpanika): farbige Vignettierung und Rauschverhalten


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Vor drei Tagen habe ich einige Fotos hochgeladen, die ich mit der DP2 Quattro im X3F-Format aufgenommen, mittels X3F Tools (Kalpanika) in das DNG-Format umgewandelt und anschließend in Lightroom 5.7 bearbeitet habe. Die meisten von diesen Fotos sehen recht unauffällig aus, allerdings kann man anhand von zwei Aufnahmen, die binnen Sekunden nacheinander gemacht wurden, sehr gut die farbige Vignettierung erkennen, die aktuell zu den größten Nachteilen von X3F Tools zählt.

Zu Vergleichszwecken habe ich nun jenes und noch ein weiteres Problemfoto in LR – nach vorheriger Umwandlung der X3Fs in DNGs mittels Kalpanika – und in SPP 6.3 entwickelt. In SPP wurde die Schärfe auf -2 und der Farbmodus auf Portrait gestellt, da so die exportierten 16-Bit-TIFFs den unbearbeiteten DNGs am ähnlichsten aussehen. Wie ihr unten sehen könnt, haben die in SPP entwickelten Fotos eine realistischere Farbwiedergabe in den Schatten (erstes Foto) und sind frei von der farbigen Vignettierung (beide Fotos). So wie es aussieht, analysiert Sigmas RAW-Konverter das ganze Bild auf Farbstiche und entfernen diese daraufhin.

Anmerkung zu sämtlichen Bildern: X3F Tools & Lightroom links; SPP 6.3 & Lightroom rechts

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-3

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-3-crop

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-1

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-1-crop

Da der Vergleich derart eindeutig zugunsten von SPP ausfällt, könnte man jetzt meinen, dass es sich gar nicht lohnt X3F Tools zu benutzen. Wie ich aber im ersten Blogeintrag zum neuen Konverter geschrieben und anhand von Bildern und Crops gezeigt habe, ist die Rauschunterdrückung hervorragend, sodass es sich durchaus lohnen kann den Umweg über den DNG-Konverter zu nehmen. Und zwar besonders dann, wenn man es bei einem Foto nicht schafft das Foveon-typische Farbklumpen- bzw. Farbwolkenrauschen in SPP zufriedenstellend zu entfernen. Und wie man unten sehen kann, fällt in den meisten Fotos die farbige Vignettierung nicht soo störend auf, wie in den beiden Problemfotos. 😉

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-2

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-2-crop

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-4

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-4-crop

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-5

SPP-6.3-vs-X3F-Tools-5-crop

Ich werde in den kommenden Tagen einige Fotos mit Empfindlichkeiten zwischen ISO400 und 1600 machen und den Unterschieden in Sachen Rauschverhalten zwischen den beiden Konvertern auf den Grund gehen.

Falls ihr euch die vollaufgelösten JPEGs anschauen möchtet, findet ihr sie auf meinem Flickr-Konto im Album SPP vs X3F Tools „Kalpanika“.

  1. Ich arbeite mit meinen X3Fs aus der DPQ2 aktuell so:

    – Dateien in SPP bearbeiten (alle im Ordner markieren, Schärfe -2 und Spitzlichtkorrektur auf 0,5), Einstellung auf alle anwenden
    – in Kalpanika mit -denoise wandeln
    – die DNGs im Lightroom importieren (jeweils 129MB groß)
    – die „großen“ DNGs als DNG (…) aus LR exportieren (massive Dateigrößenminimierung)
    – die „großen“ DNGs mit den „kleinen“ DNGs überschreiben.

    Ich bin nur nicht sicher, ob der Weg nicht ein Filzelchen zu umständlich ist …

    Antwort

    1. Hallo Knut!

      Spitzlichtkorrektur auf 0,5

      Darf ich fragen wieso? Ich hab bisher keinen nennenswerten Unterschied zwischen 0,5 und 1 feststellen können.

      Ich bin nur nicht sicher, ob der Weg nicht ein Filzelchen zu umständlich ist …

      😀

      Antwort

  2. Was ich eigentlich sagen wollte mit meinem Ablaufplan: ich bemerke auch, dass SPP schon eine ganze Menge Farbfehler behebt, die bei Gegenlicht oder auch sonst entstehen. Als Umweg lohnt der Weg über SPP also scheinbar allemal.
    Vignettierung und die leichte Verzerrung reguliere ich dann im Lightroom mit einer gespeicherten Vorgabe aus.

    Antwort

    1. Was ich eigentlich sagen wollte mit meinem Ablaufplan: ich bemerke auch, dass SPP schon eine ganze Menge Farbfehler behebt, die bei Gegenlicht oder auch sonst entstehen. Als Umweg lohnt der Weg über SPP also scheinbar allemal.
      Vignettierung und die leichte Verzerrung reguliere ich dann im Lightroom mit einer gespeicherten Vorgabe aus.

      Heißt das, dass die farbige Vignettierung entfernt wird, wenn man die X3Fs zuerst in SPP bearbeitet?

      Antwort

  3. Hallo, hast du mittlerweile einen Workaround für die Farbproblematik gefunden? Ich finde die von X3F-Tools ausgegebenen RAWs ansonsten sehr brauchbar. Ich bekomme mit Camera Raw fast identische Ergebnisse wie mit SPP. Wären da nur nicht diese Farbfehler …

    Antwort

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