„Restlicht“ Bernd Nicolaisen


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Für die meisten von uns ist es undenkbar, dass man sich gerne in einer dermaßen kalten und menschenfeindlichen Umgebung wie einer Eishöhle aufhalten kann. Trotzdem, eines lässt sich nicht abstreiten, das ewige Eis und die Gegenden der Welt wo man es finden kann, sind unglaublich faszinierend und wunderschön anzusehen.
Fotos von Eishöhlen, Eisbergen und Eisformationen aller Art mit ihren unzähligen Weiß-, Grau- und vor allem Blautönen haben etwas Magisches und Surreales an sich.
Einer den das Eis besonders fasziniert hat, ist Bernd Nicolaisen.

Der Schweizer Fotograf, der eigentlich Coiffeur ist und nebenbei als Modefotograf arbeitete, hatte sich der Naturfotografie als Ausgleich zur Modewelt und dem schnellen Rhythmus ebendieser zugewandt. Durch die Liebe zum Eis, welche er dadurch entdeckte verschlug es ihn seit 2004 Jahr für Jahr  nach Island. Seine spektakuläre Reise zu Jahrtausenden alten Gletscherhöhlen hält er dabei mit der Kamera fest. Bizarre Eisformationen und unglaublich schöne Lichtreflexionen machen seine Fotos aus und es ist schwer nicht von ihnen fasziniert zu sein.

„Meine Arbeiten sprechen von der Klarheit eisiger Oberflächenstrukturen und der Unermesslichkeit durchsichtigen Eises. Daraus entstehen meine Eisgeschichten“ (Bernd Nicolaisen)

Mittlerweile ist Nicolaisen auch als Naturfotograf  enorm erfolgreich. Seit 2004 arbeitete er an seinem „Restlicht“ Projekt, im Zuge dessen er den Dokumentarfilm „Restlicht“, gemeinsam mit Christoph Frutiger produzierte und auch einen Bildband „Restlicht Bernd Nicolaisen“ veröffentlichte. Den Trailer zur Dokumentation könnt ihr euch hier ansehen.
In beiden dreht sich alles um seine Arbeiten mit uraltem Gletschereis.
Über diese Arbeit im ewigen Eis sagt der Fotograf selbst, dass es ihm oft unglaublich viel Geduld abverlangt bis er zu einem guten Resultat kommt.
In seinen Aufnahmen ist Nichts gestellt oder inszeniert, genau das macht es so spannend und beeindruckend, denn der Fotograf ist meist mit extrem schwierigen Bedingungen konfrontiert. Abgesehen von der Kälte, ist er auch Regen, Schnee oder Nebel ausgesetzt. Umso bewundernswerter ist das Resultat dieser Jahrelangen Fototouren.

Bevor ich durch Zufall seinen Bildband entdeckt habe, war mir Bernd Nicolaisen kein Begriff, inzwischen bin ich jedoch ein großer Fan seiner Arbeit und auch den Dokumentarfilm kann ich nur jedem empfehlen.

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Fotos: Bernd Nicolaisen

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