Kinderträume aus aller Welt – Chris de Bode


Prinzessin sein, als Tierärztin arbeiten, Schauspielerin werden, als Meeresbiologin mit Walen schwimmen, ein Tierasyl gründen, als Fotografin um die Welt reisen… Das alles sind und waren mal Träume von mir. Einige davon sind schon, oder zumindest zum Teil, in Erfüllung gegangen. Andere werden es höchstwahrscheinlich nie tun und trotzdem sind sie Teil von mir und der Person, die ich bin.

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Dewi lebt in einem Slum in New Delhi, sie will Lehrerin werden wenn sie groß ist. ( Foto: Chris de Bode)

Als ich vor ein paar Jahren mal in Kolumbien war und mich dort mit Kindern unterhalten habe, wurde mir schnell bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man als Kind solche Träume und Ziele hat. Manche der Kinder, die ich damals gefragt habe, was sie sich wünschen oder einmal werden wollen, antworteten mir mit schockierend niedrigen Zielen und bescheidenen Wünschen. Ein Junge wollte Motoradtaxi-Fahrer werden oder die Person sein, die im Bus das Geld einsammelt. Auch wenn nichts gegen bescheidene Wünsche spricht, haben mich die Antworten der Kleinen doch sehr betroffen. Denn wann, wenn nicht als Kinder, sollte man grenzenlose und vielleicht utopische Träume haben dürfen und können?

Kindheitsträumen aus der ganzen Welt widmet sich auch Chris de Bode in seinem Projekt „I have a dream – children‘s dreams around the world“.

Er reiste dafür um die Welt und auch ihm wurde schnell bewusst, dass es Kinder auf der Welt gibt, die nicht die Möglichkeiten haben, große Träume zu träumen. In einem Interview mit dem Lens Culture Magazin meinte er, dass er Kinder getroffen hat, deren einziges Ziel es war zu überleben und die nicht viel Platz oder auch Kraft für darüber hinausgehendes Träumen hatten. Mit seinem Fotoprojekt, welches er im Auftrag der „Save the Children“-Organisation durchgeführt hat, will er helfen, zu zeigen, dass Träumen nicht selbstverständlich ist, es aber sein sollte. Für jedes Kind dieser Welt.

Seine Bilder sind wunderschön und die Geschichten und Träume der Kinder, die er fotografiert hat, haben mich mehrmals zu Tränen gerührt.

Auf seinem Instagram Account und auf seiner Website könnt ihr seine aktuellen Projekte verfolgen.

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Amman ist aus Jordanien, er will Opernsänger werden oder lieber noch, bei Arabic Idols mitmachen. (Foto: Chris de Bode)

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Aniket lebt in einem Slum in New Delhi, er will Architekt werden wenn er groß ist. (Foto: Chris de Bode)

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Boboeva ist aus Tadschikistan. Sie träumt davon wieder zur Schule gehen zu dürfen um einmal Krankenschwester werden zu können. (Foto: Chris de Bode)

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Peter lebt in einem Dorf ohne Elektrizität in Haiti. Er will Elektriker werden. (Foto: Chris de Bode)

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Yunes und seine Familie flüchteten aus Syrien und leben derzeit in einem Flüchtlingslager im Jordan. Er möchte der stärkste Mann der Welt werden damit er seine Familie beschützen kann und etwas besonderes ist. (Foto: Chris de Bode)

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