Mit Liebe gemacht


 

Wenn sich die Woche dem Ende nähert, ist die Vorfreude auf die freien Tage besonders an heißen Sommertagen unendlich groß bei mir. Ich freue mich auf das Ausschlafen, bis mich die Sonne weckt, auf den frischen Espresso am Balkon, auf das morgendliche Treiben auf den Straßen, das Schwimmen im See und darauf, endlich Zeit für das neue Lieblingsbuch zu haben.

Am Schönsten ist es aber, wenn man etwas Besonderes vorhat, wie ein Picknick mit Freunden im Park am Vormittag. Und was passt, um so etwas zu feiern, besser dazu, als frischer Kuchen, der nach Sommer schmeckt?

Also habe ich heute Abend gebacken. Und um euch ein wenig Teil haben zu lassen und vielleicht auch eure Unternehmungslust und die Vorfreude auf das Wochenende noch ein wenig mehr zu wecken, die Arbeitsschritte fotografiert.

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Das Fotografieren von Essen ist sehr aufwendig. Normalerweise verbringt man schon Stunden damit, um das Set richtig zu stylen. Bei den Editorials, die man in diversen Zeitschriften und Rezeptbüchern schnell überblättert, stecken viele Stunden exakte Arbeit dahinter.

Ich habe heute mit wenig zusätzlichem Material versucht, für euch ein paar visuelle und authentische Leckerbissen zu zaubern.

Besonders beliebt in der Food-Fotografie ist die Vogelperspektive, wie ich sie auch beim ersten Bild mit den Marillen angewendet habe. Dadurch kann man sehr leicht mehr Tiefe erzeugen, mit Schatten spielen und das Set schön dekorieren. Wendet man eine frontale Perspektive von vorne an, verschmelzen die diversen Accessoires und Lebensmittel leicht ineinander.

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Die meisten Fotos von Essen werden außerdem mit einer ziemlich geschlossenen Blende aufgenommen, um alles scharf abzubilden, was im Set vorkommt. Manchmal wird mit der Tiefenunschärfe im Hintergrund gespielt. Da ich allerdings auch kleine Detailaufnahmen machen wollte, habe ich mich dazu entschieden, bei den beiden Fotos mit dem Obst einen engen Ausschnitt und eine weiter geöffnete Blende (f/3.5) zu verwenden. Dadurch war nur ein kleiner Teil scharf, der Rest wird durch die Tiefenunschärfe nur leicht angedeutet. Dadurch kann man ein Bild schnell spannender machen.

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Heute habe ich außerdem ein Negativbild für euch eingebaut, um euch anhand dessen zu zeigen, auf was man besonders achten muss.

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Bei diesem Bild hatte ich die Blende anfangs noch weiter offen. Aus diesem Grund entstand auch hier ein Spiel mit der Tiefenunschärfe, das allerdings für diesen Zweck nicht optimal ist. Während die Mixstäbe scharf abgebildet sind, driftet die dahinterliegende Ebene mit den spannenderen Details in die Unschärfe ab. Außerdem wurden die Eier nicht optimal platziert. Eines davon ist zum Beispiel unter die Schüssel gerollt, weshalb nur noch ein Anschnitt zu sehen ist. Oft erkennt man kleine Details wie diese erst im Nachhinein, wenn es schon zu spät ist. Deshalb ist es besonders bei Ablichten von Essen essentiell, mit einem Kabel direkt in den Laptop zu fotografieren. Am großen Bildschirm erkennt man sofort die Makel, die sich am kleinen Kameradisplay oft noch verstecken. Dadurch kann man kleine Schlampereien wie diese schnell ausmerzen.

Auch beim Fotografieren von Essen kann man humorvolle Details einbauen, beziehungsweise Zutaten oder Arbeitsschritte auf eine unkonventionellere Art und Weise fotografieren. In diesem Fall habe ich die Schokodrops, die als kleine Überraschung in die fruchtigen Muffins eingebaut wurden, zu einem Smiley gestreut – damit auch der unmotivierteste Bäcker / die unmotivierteste Bäckerin die Lust am Weitermachen nicht verliert.

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Das finale Bild mit den frischen, noch heißen Muffins habe ich dann mit einer Blende gemacht, die ein wenig weiter geschlossen war (f/5). Auch hier ist die Tiefenunschärfe im Hintergrund gut zu erkennen, was die Aufnahme zum einen ein bisschen interessanter macht, man jedoch trotzdem mehr Details findet als in den vorangegangenen Detailaufnahmen.

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Als Hintergrund habe ich übrigens einen großen Bogen gelbes Papier verwendet, um die sommerliche Stimmung ein bisschen mehr zu unterstreichen. Tonpapier und Karton eignen sich sehr gut als kostengünstige, aber gute Unter- und Hintergründe, wenn man kleinere Sets fotografieren möchte. Als Licht habe ich eine Tageslichtlampe verwendet, auf den Seiten des Sets Aufheller, um die Schatten weicher zu machen.

Das Objektiv, mit dem ich die Aufnahmen machte, war das SIGMA Art 35mm f/1.4 DG HSM. Normalerweise wäre dies eine eher unübliche Linse für das Fotografieren von Essen, da man durch die Brennweite sehr eingeschränkt ist. Da ich das Set jedoch sehr klein gehalten habe, war sie in diesem Fall perfekt für mich.

Ich wünsche euch schöne freie Tage und eine gute Zeit im Freien beim Fotografieren!

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