Objektivtest: Sigma 10-20mm f/3,5 EX DC HSM


Da ich besonders gerne bei diesigem Licht fotografiere, dachte ich mir aufgrund der fehlenden Schatten und weichen Kontraste, ich borge mir für einen Tag das SIGMA 10-20mm F3,5 EX DC HSM aus und teste es gemeinsam mit meiner Canon EOS 80D.

Schauplatz meines Tests war der Karlsplatz in Wien. Da ich mich persönlich besonders für Architekturfotografie interessiere, kommt mir meine Heimatstadt Wien in dieser Thematik sehr entgegen.

Als ich das erste Mal das Objektiv in die Hände bekomme, fällt mir sofort die hohe Fertigungsqualität auf. Doch ich habe Zweifel, dass ich meine Sucht mit diesem kleinen Zoombereich von 10mm bei der Karlskirche nicht befriedigen kann, weil ich auch sehr gerne nur Ausschnitte von Bauten fotografiere und nicht das ganze Gebäude an sich. Dass sich mit 10mm eine Gegend oder ein Platz komplett anders ablichten lässt, fällt mir jetzt erst so richtig auf.

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Dieses Objektiv hat wie fast bei allen seiner Art keinen integrierten Bildstabilisator. Für mich ist das nicht weiter schlimm, da ich meistens mit sehr kurzen Verschlusszeiten fotografiere und sehr selten mit einem Stativ unterwegs bin. Mobilität ist eben alles für mich. SIGMA nennt eine Naheinstellungsgrenze von 24 cm über den gesamten Brennweitenbereich. Diesen benötige ich aber sowieso nicht, aber gut zu wissen ist es auf jeden Fall. Wer sich nicht ohne Filter aus dem Haus traut, dem sei gesagt, dass es sich hier um ein Filtergewinde von 82mm handelt. Bei meinem heutigen Test und bei diesem Licht benötige ich allerdings keinen Filter.

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Was bei einem Ultra-Weitwinkel von 10mm Brennweite weiters zu beachten ist, ist die Perspektive, aus der fotografiert wird: Ist diese nämlich ein wenig zu „kreativ“, lassen sich falsche Abbildungsmaßstäbe feststellen, besonders bei stürzenden Linien. Dies kann natürlich auch mit Absicht genutzt werden und zu grandiosen Bildergebnissen führen. Ebenfalls entstehen Verzerrungen, je näher sich ein Objekt vor der Linse befindet. Dieser Effekt lässt sich leider nicht verhindern, aber eine Einschränkung des Effekts ist bei hochwertigen Objektiven möglich.

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Mit einem Blendenwert von 3,5 ist die Linse für Outdoor-Aufnahmen und Fotos mit akzeptabler Lichtstärke völlig ausreichend und zufriedenstellend. Sollte man jedoch versuchen, im schummrigen Licht in der Wohnung zu fotografieren, stößt man schnell an seine Grenzen und muss entweder einen Blitz verwenden oder es gleich sein lassen.

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Die Vorteile der Brennweite liegen auf der Hand: Nur wenige Meter von einem Gebäude entfernt bekomme ich trotz allem die komplette Fassade auf das Bild. Jeder sollte jedoch wissen, dass es hier wieder zu teils extremen Verzerrungen an den Bildrändern kommen kann.

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Wenn ich so am Karlsplatz fotografiere, kommt mir der perfekte Anwendungsbereich dieser Linse in den Sinn: Städtereisen. Für diesen Bereich kann ich mir ehrlich gesagt keine bessere Brennweite vorstellen, habe ich ja in den letzten Jahren stets mit einer 35mm Festbrennweite fotografiert und mich oft geärgert, nicht die richtige Position einnehmen zu können, da ich einfach zu nah am abbildenden Objektiv war.

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Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit diesem Objektiv und denke ernsthaft darüber nach, es für meine zukünftigen Reisen als treuer Begleiter in Erwägung zu ziehen. SIGMA listet das SIGMA 10-20mm F3,5 EX DC HSM derzeit mit 899,- Euro. Nicht wenig Geld, aber sehr viel Nutzen! Ich glaube, ich werde zuschlagen. 🙂

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