Sigma 135mm F1.8 Art im Test


Das Sigma 135mm F1.8 Art ist das längste und womöglich schärfste Art-Objektiv, das ich bisher getestet habe. Zuvor hielt ich das 50mm F1.4 Art für das schärfste Objektiv für Sigma-Kameras, das 135mm spielt aber in derselben wenn nicht sogar in einer höheren Liga.

Verarbeitung und Handling

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das 135mm F1.8 Art besteht wie alle Objektive der Art-, Sports- und Contemporary-Reihe großenteils aus einem Kunststoff, den Sigma „Thermally Stable Composite“ nennt und der mit Plastik rein gar nichts gemeinsam hat. Er sieht wie Edelstahl aus und fühlt sich genauso wertig und robust an.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der Fokusring hat einen Einstellweg von ungefähr 150° und dreht sich sanft und gleichmäßig.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das Bajonett besteht, wie man es bei einem Objektiv dieser Preisklasse erwartet, aus Metall.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der AF/MF-Schalter bietet anders als jener des 50/1.4 Art nicht die mittlere Position „MO“, was für „manual override“ steht. Ich muss gestehen, dass ich diese Einstellung nicht vermisse, da ich sie auch beim 50er nie verwendet habe. Das liegt daran, dass man den Fokus auch dann manuell verstellen kann, wenn der Schalter auf AF steht. Gleich darunter ist der Schalter für die Fokusbegrenzung mit drei Einstellungen: FULL, 1,5m bis ∞ und 0,875m bis 1,5m. Beide Schalter rasten satt ein und bieten genug Widerstand. Zu einem versehentlichen Verstellen kommt es daher so gut wie nie. Die Verarbeitungsqualität des ganzen Objektivs kann man eigentlich nur als „top“ beschreiben.

Bildqualität

Schon vor dem Kauf des 135mm F1.8 Art war mir klar, dass derartige Tele-Festbrennweiten bezüglich Abbildungsleistung in der Oberliga mitspielen. Trotzdem wurde ich von seiner Schärfe positiv überrascht. Dieses Objektiv als „offenblendentauglich“ zu bezeichnen, fühlt sich falsch an. Das 135mm ist mehr als nur offenblendentauglich. Es liefert bei F1.8 eine enorme Schärfe von Eck zu Eck, die manche Festbrennweiten erst im Bereich F2.8-5.6 erreichen. Blendet man ab, legt es noch ein kleines bisschen zu. CAs sind so gut wie nicht vorhanden. Vignettierung ist vorhanden, fällt aber nicht störend auf. Das Bokeh finde ich persönlich sehr schön.

Damit ihr euch selbst ein Bild von der Abbildungsleistung des 135mm F1.8 Art machen könnt, habe ich unten zwei Fotos inkl. 100%-Crops eingefügt. Viele weitere vollaufgelöste Fotos findet ihr bei Flickr.

Sigma-135-f1.8-art-crop-1Sigma-135-f1.8-art-crop-3

Autofokus

Die Autofokus-Geschwindigkeit und –Genauigkeit dieses Objektivs hängen zu einem großen Teil von der Kamera ab, auf der man es verwendet. In meinem Fall handelt es sich um eine Sigma sd Quattro. Für diejenigen, die es nicht wissen, es ist eine spiegellose Systemkamera mit Kontrast-AF und gewiss nicht dem schnellsten AF auf der Welt. Trotzdem denke ich, dass das 135mm F1.8 A auch auf der sd Quattro schnell genug für Portraits ist. Ich könnte mir vorstellen, dass man es auf aktuellen Canon / Nikon Gehäusen sogar für ein bisschen Action und Sport gebrauchen könnte.

Fazit

Das Sigma 135mm F1.8 Art ist ein Premium-Objektiv durch und durch. Die Verarbeitung ist wie bei anderen Objektiven der Art-Reihe hervorragend. Es bildet bereits bei F1.8 und von Rand zu Rand rasiermesserscharf ab. CAs sind kein Thema, während Vignettierung zwar vorhanden, aber kaum der Rede wert ist. Das Bokeh ist sehr schön. Der AF ist schnell genug für die typischen Motive. Leider ist auch der Preis High-End. 😉

Die folgenden Beispielbilder sind bei Flickr in voller Auflösung (20 Megapixel) verfügbar.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: