Beth Moon und die Bäume


Bäume bedeuten Leben. Sie reinigen unsere Luft, tragen zur Sauerstoffproduktion bei, bieten Schutz für Tiere und Insekten, sie schenken uns Nahrung und Rohstoffe. In manchen Gegenden der Welt werden sie wie Gottheiten verehrt, in anderen werden sie oft rücksichtslos gerodet und zerstört. Beth Moon, eine Fotografin aus San Francisco, hat die letzten 14 Jahre damit verbracht, die ältesten Bäume der Erde zu finden und zu fotografieren. Ihre Reise führte sie rund um den Globus und in die abgelegensten Teile der Welt. Die Bäume, die sie fotografiert hat, sind wahre Wunder. Manche wachsen seit tausenden von Jahren in kargen Gegenden, wo es kaum Wasser gibt, und haben trotzdem Wege gefunden, um dort bestehen zu können.

„Mich fasziniert immer wieder, wie Bäume sich an schwierige Bedingungen anpassen und sie überstehen. Manche Bäume werden im Alter hohl, um zu überleben. Der Baum sendet in der Mitte des Stammes eine Luftwurzel hinab, die von innen nach außen weiterwächst.“ Beth Moon in ihrem Interview mit National Geographic.

Beth Moon schreibt auf ihrer Website, dass sie die Bäume durch ausführliche Recherche in Geschichtsbüchern, botanischen Büchern oder Artikeln in Zeitungen und im Internet, aber auch durch Erzählungen von Bekannten, anderen Reisenden und Locals findet. Der Zauber, der diesen uralten Bäumen innewohnt, wird einem allein schon durch die Fotografien von Beth Moon deutlich spürbar. Kaum vorstellbar, wie magisch es sein muss, direkt vor einem Jahrtausende alten Baum zu stehen.

Beth Moon trägt mit ihrem Fotoprojekt auch dazu bei, dass sich mehr Menschen Gedanken darüber machen, wie sehr Bäume und unsere Natur generell heute in Gefahr sind. Die Baobabs (Affenbrotbäume) zum Beispiel sind heute eine der gefährdetsten Baumarten der Welt und massiv vom Aussterben bedroht.

“Als die weltgrößten und ältesten lebenden Monumente glaube ich, dass diese symbolträchtigen Bäume eine noch größere Bedeutung erlangen werden, vor allem in einer Zeit, wo unser Fokus sich danach richtet, einen besseren Umgang mit der Umwelt zu finden, indem wir die Wunder der Natur, die Jahrhunderte überlebt haben, feiern […] Ich kann mir keinen besseren Zugang vorstellen, als das Leben der imposantesten Bäume, von denen viele durch die Zerstörung gefährdet sind, auf Portraits festzuhalten und zu zeigen“, schreibt Beth Moon auf ihrer Website.

Ihre Fotoserie “Portraits of Time” ist wahrlich beeindruckend. Die Schwarzweiß-Fotografien zu betrachten hat mich gleichzeitig fasziniert und traurig gemacht. Eines ist aber sicher: Durch die Fotografien von Beth Moon habe ich mich in den letzten Tagen intensiver mit dem Thema Umweltschutz und Baumsterben auseinandergesetzt und ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin.

 

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