Studioexperimente mit dem Sigma 17-50 mm F2,8 EX DC OS HSM


Hallo ihr Lieben,

in der letzten Woche habe ich mal wieder einen Ausflug ins Studio gewagt, um ein paar Experimente zu wagen. Diesmal haben mir ein einfacher Hintergrund und „normale“ Lichtsetzung nicht gereicht, sondern ich wollte etwas Neues versuchen. Ich wollte Blitze anders nutzen, und da ich schon lange ein großer Fan der Stroboskopfotografie bin, wolle ich es versuchen. Für alle, die es nicht wissen: Als Stroboskopblitz oder Serienblitz bezeichnet man in der Fotografie Blitze, welche kurze Lichtblitze in sehr rascher Folge aussenden. Durch diese Art der Fotografie ist es möglich, beispielsweise schnelle Bewegungen in einer einzigen Aufnahme zu vereinen. Oft wird diese Technik in der Sportfotografie genutzt. Die bekanntesten Aufnahmen zeigen Turner und Tänzer. Nicht notwendig, aber empfehlenswert ist ein schwarzer Hintergrund, da sich die Einzelbilder dann am besten kombinieren lassen.

Da das Studio leider nicht groß genug war, um eine Tänzerin in voller Bewegung einzufangen oder einem Turner die Chance zu bieten, seine Übungen auszuführen, musste ich improvisieren. Ich entschied mich, mich vom Sport zu distanzieren und in Richtung Portrait- oder Beautyfotografie zu arbeiten. Ich wollte auch nicht zwei starre Fotos zeigen, sondern das Model einmal scharf zeigen und zusätzlich das Bild verwischen. Am besten, ihr schaut mal das erste Bild der Serie an.

Als Material entschied ich mich für die Canon EOS 70D und das Sigma 17-50 mm F2,8 EX DC OS HSM, das für Crop-Kameras zu meinen Lieblingslinsen gehört. Mit der größten Blendenöffnung von 2,8 ist es lichtstark und hat einen Brennweitenumfang von 17mm bis 50mm. Mit 17mm kann man gute Weitwinkelaufnahmen im Bereich Reisefotografie, Architektur und Landschaft erzielen. Mit 35mm auf der APSC-Kamera bzw. 50mm ist man mit den klassischen Brennweiten für Portraits bestens versorgt.

Wie für die Stroboskopfotografie empfohlen, habe ich einen einfachen schwarzen Hintergrund und außerdem einen Blitzkopf gewählt, den ich mit einem Beautydish versehen habe. Für Beauty- und Portraitaufnahmen gehört dieser Lichtformer zu meinen Favoriten, da er weder zu weiches Licht wie eine Softbox erzeugt noch sonderlich harte Schatten wirft, wie es ein Normalreflektor tut.  Es war wichtig, dass der Raum möglichst dunkel bleibt, weil Streulicht bei den langen Blendenöffnungen der Kamera das Bild verändert hätte.

Zuerst musste die Kamera entgegen meiner normalen Prinzipien auf ein Stativ, damit ich einen bleibenden Ausschnitt wählen konnte. Danach startete das große Probieren. Ich habe versucht, die idealen Intervalle zu finden, in denen es blitzen beziehungsweise dunkel sein sollte.  Innerhalb einer Blendenöffnung (die in meinem Fall 3 Sekunden betrug) musste ein sehr kurzer Blitz abgehen und das Model auf dem Bild einfrieren. Der zweite Blitz sollte das Model länger erhellen, während es sich bewegte und dadurch eine verwischte Abbildung erzeugte. Zwischen den beiden Blitzen war es kurz dunkel. Dieses Shooting erforderte unzählige Versuche und Geduld von allen Seiten.  Aber ich bin zufrieden mit den Ergebnissen und werde mich auf jeden Fall bald wieder mit diesem Thema auseinandersetzten.

Das Sigma 17-50 mm F2,8 EX DC OS HSM war eine gute Wahl für das Shooting. Wenn ich mit der Canon EOS 70D unterwegs bin, ist es mein universeller Begleiter, mit dem ich sehr viele meiner Lieblingsfotos geschossen habe. Es ist ein tolles Reiseobjektiv, das mich aber auch im Portrait- und Studiobereich nicht im Stich lässt. Der Autofokus der Linse wird vom Hersteller als schnell und geräuschlos beschrieben. Bei meinem Shooting war er aber leider der einzige kleine Knackpunkt. Da es bei dem Shooting relativ dunkel war, dauerte es manchmal etwas länger, um das Model scharf zu stellen.

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