Quattro und der Blaukanal-Trick wieder aufgegriffen


Kaum ein Fotograf, der mit einer Sigma-Kamera fotografiert, kennt den Blaukanal-Trick nicht. Jenen, die ihn nicht kennen, empfehle ich diesen Blogbeitrag von mir. Die TL;DR Version lautet so: es handelt sich um einen Workflow-Trick bei der Schwarzweiß-Umwandlung, mit dem man das Rauschverhalten des Foveon-Sensors drastisch verbessern kann. Klingt super, wo ist also das Problem? Diesen Trick, der bei Kameras mit dem Merrill-Sensor einen großen Unterschied ausmachte, gab es bei der letzten und allen früheren Untersuchungen bei Quattro-Kameras nicht mehr. Seitdem sind aber zweieinhalb Jahre vergangen, in denen mehrere neue Sigma Photo Pro Versionen erschienen sind. Es könnte daher sehr wohl sein, dass der Blaukanal-Trick heimlich wieder eingeführt wurde, ohne dass ich oder ein anderer Foto-Blogger es bemerkt hat.

Bei Blogeinträgen wie diesem, wo es um SPP und Bildbearbeitung geht, fange ich üblicherweise mit dem Kontext an. Für euch Leser ist es sicherlich wichtig die Vorgehensweise und insbesondere die Einstellungen zu kennen, damit ihr die Ergebnisse nachvollziehen könnt.

  • Für diesen Post habe ich 3 Fotos jeweils 4 Mal mit unterschiedlichen Einstellungen im Monochrom-Modus von SPP entwickelt. In jedem Crop seht ihr entweder die Buchstaben RGB, R, G oder B. Diese Buchstaben beziehen sich auf die Einstellung im Farbmischer im Monochrom-Modus. Der Punkt stand daher entweder in der Mitte des Kreises (=RGB), bei 100% Rot (=R), 100% Grün (=G) oder 100% Blau (=B). Auf diese Weise kann man am besten sehen, ob die Verwendung der Information aus unterschiedlichen Farbkanälen einen Unterschied in punkto Luminanzrauschen macht.
  • Um Vergleichbarkeit zwischen den Farbkanälen zu gewährleisten, habe ich die restlichen Einstellungen nicht verändert.
  • Die Fotos wurden mit einer Sigma sd Quattro aufgenommen.
  • Falls ihr Pixel-Peeping betreiben möchtet, findet ihr bei Flickr alle 12 Fotos in voller Auflösung. 🙂

Hier sind nun die 3 ungecroppte Fotos und die 12 Crops.


Fazit:

Wie man schön sehen kann, ist alles beim Alten geblieben. Der Quattro-Sensor kann nach wie vor keinen Vorteil aus der ausschließlichen Verwendung der Bildinformation des Blaukanals ziehen. Wieso das so ist, bleibt weiterhin ein Rätsel. Ein Leser meinte in den Kommentaren eines früheren Artikels, dass der Blaukanal-Trick bei den Quattros womöglich automatisch verwendet wird, sodass sich am Luminanzrauschen nichts tut, wenn man im Farbkreis auf 100% Blau klickt.

 

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