Ein Traum für alle Leseratten


Vor ein paar Tagen hatte ich die Chance die Österreichische Nationalbibliothek gemeinsam mit meiner Kamera, der Canon 5D Mark III, zu besuchen. Schon beim Betreten des pompösen Prunksaals der Bibliothek war ich absolut gefesselt. Ich wusste nicht, wo ich meine Augen oder meine Kamera zuerst hinrichten sollte. An jeder Ecke, in jedem Winkel stapelten sich meterhoch historische Bücher mit Einbänden aus Leder. Bunt kolorierte, mit Gold verzierte Illustrationen waren ausgestellt und zogen mich in ihren Bann. Alte Globen befanden sich in den Räumlichkeiten verteilt und riesige Marmorstatuen verliehen dem Saal den letzten Schliff. Über hohe Leitern, die noch immer zwischen den Regalen verteilt standen, gelangten die Menschen früher zu den Büchern, die ganz oben angeordnet waren. Der Prunksaal war früher die kaiserliche Hofbibliothek und gilt heute als einer der schönsten Bibliothekssäle der Welt.

Die Bibliothek beherbergt etwas über 12 Millionen Objekte, davon 4 Millionen Bücher. Der Rest stammt aus acht Sondersammlungen wie der Globen- oder der Papyrussammlung. Die meisten der Globen befinden sich in einem anderen Saal, der heute als Globenmuseum dient, ein paar konnte ich aber auch Prunksaal bewundern und ablichten.

Ich habe erfahren, dass die ÖNB alles sammelt, was in Österreich publiziert wird: vom Buch bis zum Wahlplakat. Jährlich wächst der Bestand um rund 700 Regalmeter! Kaum vorstellbar, wenn ihr mich fragt. Das älteste Objekt der Bibliothek ist das Totenbuch des Sesostris im Papyrusmuseum aus dem 15. Jahrhundert vor Christus.

 

Viele Geheimnisse verstecken sich in den alten Gemäuern. Hinter den Bücherregalen des Prunksaals befinden sich insgesamt zwölf versteckte Kammern. Sie waren früher die Studierzimmer der Bibliothekare und werden wegen ihrer Anordnung Sternzimmer genannt. Auch die prunkvolle Decke birgt ein Geheimnis. Kurz nach dem Bau des Prunksaals 1723 – 1726 drohte die Kuppel aufgrund fehlkalkulierter Statik einzubrechen. Um sie zusammenzuhalten, wurde ein Ring aus Metallstreben eingespannt. Ein Riss in der Decke erinnert bis heute daran.

Ich hoffe, euch gefallen die Bilder dieses Fotospazierganges genauso gut wie mir! Ich habe es sehr genossen, diese tollen Räumlichkeiten zu dokumentieren  und die spannenden Details zu dieser wunderschönen Bibliothek zu erfahren.

PS: Bei all den Fakten habe ich euch gar nicht erzählt, welches Objektiv ich diesmal genützt habe – mein Begleiter war das SIGMA 24-70 mm F2, 8 EX DG HSM!

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