Die Anfänge der digitalen Fotografie


Momente fotografisch einzufangen ist heute so einfach wie nie. Fast jeder Mensch hat sein Smartphone rund um die Uhr in der Tasche und somit auch eine digitale Kamera. Zack! Das Foto ist geschossen und der Augenblick ist für die Ewigkeit festgehalten. Doch der Anfang der digitalen Fotografie war nicht so einfach.

Die Erfindung des CCD-Sensors

Schon im Jahre 1969 erfanden Willard Boyle und George Smith den CCD-Sensor, welcher die Datenspeicherung ermöglichte und den Grundstein für die digitale Fotografie legte. Der Name stammt hierbei von einem ladungsgekoppelten Bauteil, im englischen das charge-coupled device, welches in dem Sender verbaut ist. Dieser Sensor bedeutete den Anfang der Digitalfotografie.

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Digitaler Fortschritt

Ein paar Jahre später, nämlich 1975, entwickelte Steven Sasson eine Kamera für Kodak, welche auch als „portable all electronic still camera“ bekannt war. Es handelte sich hierbei um einen Prototyp, bei dem das analoge Signal auf ein Magnetband außerhalb der Kamera digitalisiert gespeichert wurde. Jedoch fand die Kamera keinen Anklang und die Idee wurde von Kodak nicht weiterverfolgt.

Das Unternehmen Sony präsentierte im Jahr 1981 die erste kommerziell erhältliche Kamera mit CCD-Sensor namens „Mavica“ (Magnetic Video Camera). Die „Mavica“ speicherte bis zu 50 Standbilder auf Mini-Disketten, welche mit einem Abspielgerät auf einen Fernseher übertragen werden konnten.  Obwohl der Prototyp von Sasson eigentlich die erste digitale Kamera war, wird die „Mavica“ heute als Ur-Digitalkamera bezeichnet. Jedoch muss hier angemerkt werden, dass die Bilder als analoges Videosignal gespeichert wurden und somit nicht wirklich digital waren.

Weitere Meilensteine

Nicht nur die Kameras wurden weiterentwickelt. Auch die Disketten als Speichermedium wurden bald abgelöst. 1988 stellte Fujifilm die DS1 vor, welche erstmalig Speicherkarten anstelle von Mini-Disketten einsetzte. Jedoch wurden auch hier die Bilder analog als farbige Standbilder gespeichert.

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Im Jahr 1990 war es endlich soweit: die Firma Kodak präsentierte die DCS-100, welche Fotos digital auf Festplatten speicherte. In einem Umhängepack von über 5 Kilogramm wurde beinahe die gesamte Elektronik untergebracht, welche durch ein Kabel mit der Kamera verbunden war. Mit umgerechnet 25.000 Euro war diese Kamera jedoch hauptsächlich den Profis vorbehalten.

Im selben Jahr wurde außerdem das wohl heutzutage bekannteste Bildbearbeitungsprogramm vorgestellt: Photoshop von Adobe.

Für den Endverbraucher

1992 kam der Logitech „Fotoman“ auf den Markt. Dieser war eine der frühesten Digitalkameras für den Otto Normalverbraucher. Hiermit wurden Schwarz-Weiß-Bilder aufgenommen und es konnten bis zu 32 dieser gespeichert werden. Der Anschaffungspreis lag damals bei knapp 1000 US-Dollar.

In den folgenden Jahren, besonders jedoch um 1994, kamen immer mehr Digitalkameras auf den Markt mit vielen weiteren Funktionen. Sowohl für den professionellen als auch für den privaten Bereich war für jeden etwas dabei.

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Noch ausführlichere Informationen zu diesem Thema findet ihr unter http://www.pc-magazin.de/ratgeber/digitale-fotografie-geschichte-entwicklung-jubilaeum-40-jahre-3195107.html. Hier sind alle Highlights der digitalen Fotografie der letzten 40 Jahren noch einmal detailliert zusammengefasst.

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