Was passiert wenn man eine Linse im Objektiv umdreht?


Der iranische Fotograf Alireza Rostami wollte ebenfalls eine Antwort auf diese Frage finden, weswegen er ein altes Zenit Zenitar-M 2S 50mm F/2 Objektiv auseinandergebaut und beim wieder Zusammenbauen die dritte Linse verkehrt herum eingesetzt hat. Das Ergebnis lässt sich am kürzesten mit „soap bubble bokeh“ beschreiben – ein Bokeh, bei dem die Kreise wie Seifenblasen aussehen.

Für diejenigen, die nun verwirrt sind: Es handelt sich dabei um einen „Bug“ der zum „Feature“ erklärt wird. Denn üblicherweise versucht man ein Objektiv so zu konstruieren, dass es möglichst runde und einheitliche Bokeh-Kreise produziert. Schließlich soll der Hintergrund unauffällig sein anstatt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu ziehen. Bokeh-Kreise mit einem starken Umriss oder, noch schlimmer, mit konzentrischen Kreisen (so genannte Zwiebelringe) gelten daher als unschön. Manche Fotografen lieben aber diesen Effekt und sind bereit viel Geld für Objektive auszugeben, die ein solches Bokeh haben. Hier sind einige Fotos, die Rostami mit seinem modifizierten Zenitar-M aufgenommen hat.

 

Im folgenden Video zeigt Rostami wie er das Objektiv modifiziert hat.

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