DSVGO und dessen Auswirkung auf die Fotografie


nsmail-3

Die DSGVO macht so manchen das Leben schwer. Auch Fotografen sind hierbei leider nicht ausgenommen. Vor allem jene, die Personen auf ihren Bildern ablichten, müssen sich aufgrund der DSGVO einige Gedanken zum Thema Datenschutz machen. Wir klären Sie heute auf und haben die wichtigsten Infos kompakt zusammengefasst.

Das Recht am eigenen Bild

Seitdem die DSGVO am 25.5.2018 in Kraft getreten ist, sind Fotos von Menschen rechtlich gesehen „personenbezogene Daten“ und unterliegen somit dem Datenschutzrecht. Will man personenbezogene Daten bearbeiten, so muss man rechtlich argumentieren können, warum man diese Daten erhebt. Kann man aufgrund des Bildes auf die Identität der abgebildeten Person schließen, so unterliegt dieses der DSGVO.

Ausdrückliche Einwilligung

Der sicherste Weg ist die ausdrückliche Einwilligung der Abgebildeten Person/Personen. In der Praxis ist dies jedoch nicht immer realisierbar, da man streng genommen die Einwilligung bereits vor Betätigung des Auslösers einholen muss. Diese hat theoretisch nicht schriftlich zu erfolgen, jedoch ist der Fotograf im Bedarfsfall dazu verpflichtet einen Nachweis vorzulegen, welcher wohl nur schriftlich möglich ist. Ein weiteres Problem hierbei ist, dass der Abgebildete seine Einwilligung auch jederzeit und ohne Begründung widerrufen kann. Ein Widerruf macht zwar bis dahin erfolgte Nutzungen nicht rechtswidrig, jedoch dürfen die betroffenen Fotos nicht mehr verwendet werden.

Liegt keine Einwilligung vor, obwohl personenbezogene Daten verarbeitet wurde, so hat die betroffene Person ein Recht auf die Löschung des Bildes. Bei unrechtmäßiger Datenerhebung drohen im schlimmsten Fall auch Strafen in Millionenhöhe oder im Falle eines Unternehmens, von bis zu 4% seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs.

nsmail-4

Die Auswirkungen auf die Praxis

Kameras und auch Handys speichern eine Vielzahl an Informationen rund um das aufgenommene Bild, wie die Uhrzeit und auch den Standort. Laut der DSGVO dürfen Fotos und Filmaufnahmen, auf denen Personen zu erkennen sind, nur noch mit deren Einwilligung, gespeichert, verarbeitet sowie weitergegeben werden. Achtung: Ein Lächeln in die Kamera gilt nicht als Einwilligung! Mit jedem Menschen, der fotografiert werden soll, muss ein Vertrag abgeschlossen werden. Die Person muss auch genau aufgeklärt werden, was mit dem Bild geschieht und wofür die Daten verwendet werden.

In allen Bereichen, in denen absichtlich oder unabsichtlich Personen abgebildet werden, ist man in Zukunft als Fotograf einem erheblichen Verwaltungsaufwand ausgesetzt.

Die DSGVO betrifft nicht Beschäftigte bei der klassischen Presse und dem Rundfunk, analoge Fotografien, sowie Aufnahmen von Verstorbenen. Wichtig für Hobbyfotografen: Die DSGVO gilt auch nicht für persönliche, familiäre Tätigkeiten und Privatfotos. Erst in dem Moment, in dem die Aufnahme die Privatsphäre verlässt, fällt diese unter die DSGVO.

nsmail-5

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: