Freelensing mit der Sigma sd Quattro


Letzte Woche habe ich geschrieben, dass ich mit der Sigma sd Quattro und alten, manuellen Objektiven experimentiere. Was ich euch nicht verraten habe, ist, dass dabei kein Adapter zum Einsatz kam. Ich habe die ganze Zeit nach der Methode fotografiert, die man in der englischsprachigen Fotografen-Community „Freelensing“ nennt.

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Unter Freelensing versteht man das Fotografieren ohne das Objektiv anzubringen. Man hält es in der Hand und es bleibt somit frei beweglich. So kann man unter anderem den Tilt-Shift-Effekt simulieren, ohne ein solches Objektiv zu besitzen. TS-Objektive sind bekanntlich selten und vergleichsweise teuer. Auf diese Art und Weise zu fotografieren ist durchaus interessant, auch wenn diese Methode mit zwei nicht gerade kleinen Nachteilen verbunden ist. Erstens geht die Bildqualität völlig in den Keller, was vielen Fovianern Grund genug sein dürfte sie nie zu probieren. 😉 Zweitens ist das Scharfstellen extrem fummelig, was daran liegt, dass man eigentlich drei Hände braucht, um die Frankenstein-Kombi zu bedienen. In der rechten Hand befindet sich der Kameragriff, während man mit der Linken mit dem Daumen, Zeige- und Mittelfinger das Objektiv um das Bajonett und mit dem Ringfinger und dem kleinen Finger das Bajonett der Kamera hält. Anders kann man nicht genau genug die Neigung und Entfernung des Objektivs steuern. Was fehlt ist eine dritte Hand, mit der man den Fokus- und den Blendenring drehen könnte. So muss man die Rechte vom Griff nehmen und die besagten Anpassungen vornehmen. Das man im M-Modus fotografiert und ISO und Belichtungszeit nach Bauchgefühl einstellt, ist dabei selbstverständlich. Einen externen Belichtungsmesser kann man nicht verwenden, denn es entscheiden Millimeter darüber, wie viel Licht auf den Sensor gelangt. Auf den eingestellten Blendenwert kann man sich nicht verlassen. Ich mache einfach mehrere Aufnahmen und passe ISO und Belichtungszeit kontinuierlich an. Und auch wenn man daneben liegt, so ist das doch kein Beinbruch. Den Bildern fehlt sowieso Schärfe. Ein bisschen Rauschen ist nicht das Ende der Welt. 🙂

 

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

Freelensing mit der Sigma sd Quattro

 

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